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Meet the Designer: Manufacture de Digoin

Keramiktal

Meet the Designer: Manufacture de Digoin


Einzigartig, handgefertigt und très français: die Stücke der Manufacture de Digoin. Mitten im südlichen Burgund liegt das malerische Keramiktal. Hier hat unsere Lieblings-Steingut-Manufaktur ihren Sitz, und zwar schon seit bald 150 Jahren: die Manufacture de Digoin.

Seit dem Gründungsjahr 1875 werden hier mit denselben Materialien und Herstellungsverfahren wie damals wunderschöne Steingutobjekte für Tisch und Garten hergestellt. Warum das so ist, verrät uns Corinne Jourdain Gros im Interview.

 

Manufacture de Digoin

 

Im Herzen des Keramiktals


Liebe Corinne, herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview nehmen. Zwischen Digoin und Paray-le-Monial waren im späten 19. Jahrhundert noch 40 Manufakturen ansässig, die sich alle ein eigenes spezifisches Wissen angeeignet hatten. Worauf haben Sie sich mit der Manufacture de Digoin von Anfang an spezialisiert?

Tatsächlich wird diese Region als Keramiktal bezeichnet. Die Tonsteinbrüche und die Nähe zum Kanal haben diese Entwicklung natürlich sehr gefördert.
Die Manufacture de Digoin besteht bereits seit 1875 und produziert seitdem robustes und schönes Alltagsgeschirr. Noch immer stellen wir Krüge und Töpfe, aber auch Senftöpfe und Gefäße für Terrinen her – nach traditioneller Methode per Hand. Wir sind hier die letzte Manufaktur, die Gegenstände dieser Art anfertigt.

 

Karaffe Manufacture de Digoin

 

Wir sind neugierig. Verraten Sie uns ein bisschen über Ihr Lieblingsmaterial Sandstein und die Produktionsmethode der Manufacture de Digoin.

Die verwendete Sandsteinpaste wird ausschließlich in unseren Werkstätten und aus natürlichen mineralischen Stoffen hergestellt, die aus der umliegenden Gegend (Burgund, Auvergne, Charente und Île-de-France) stammen. Nachdem wir das Rohmaterial erhalten, mahlen wir es und mischen es mit Wasser. Daraus entstehen die Teiglinge, aus denen wir das Geschirr erschaffen – entweder per Maschinen- oder Handkalibrierung für runde Formen oder auch per Gussverfahren für andere Formen. Große Stücke wie zum Beispiel Terrinen werden ausschließlich per Hand geformt. So auch Gartentöpfe, die bis zu 200 Liter fassen.

Nachdem die Objekte bei sehr heißen 1250 °C gebrannt werden, sind sie gut versiegelt und sehr robust. Außerdem eignen sie sich perfekt zum Aufbewahren von Lebensmitteln, weil sie keinerlei Gerüche annehmen.
Noch heute bearbeiten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Manufacture de Digoin im Burgund die Materialien per Hand. Sie verfügen über ein unschätzbares Know-how und eine tiefe Verbundenheit zum Sandstein. Jedes Objekt ist einzigartig, jedes Stück ein Unikat.

 

Steingut - Von Natur aus nachhaltig

Ihr Steingut ist nicht nur schön, sondern auch aufgrund seines einmaligen Materials nachhaltig. Erzählen Sie uns doch bitte ein bisschen zu der besonderen Funktionalität. Wieso sind die Produkte der Manufacture de Digoin besonders lebensmittelfreundlich?

Ganz einfach. Sandstein ist ein natürliches, lebendiges Material. Seit eh und je wird es zur Konservierung von Lebensmitteln genutzt. Auch Senf- und Konservenfabriken zum Beispiel nutzen Sandstein-Behälter wegen seiner Qualität und Robustheit. Die natürlichen Mineralien dieses Sandsteins sind außerdem temperaturausgleichend und besonders lebensmittelfreundlich. 

 

Manufacture de Digoin Terrine 

Sie kombinieren dieses weich anmutende Material Sandstein oft mit kräftigen Farben – ein reizvoller Kontrast, finden wir. Was ist Ihre größte Inspirationsquelle für neue Designs, sei es Farben oder Formen?

Im Burgund umgibt mich ein reiches Erbe an Formen und Farben. Ich beziehe meine Inspiration aus vielen klassischen Keramik-Modellen, aber auch beispielsweise aus Muscheln. Wir haben ganz viel in unseren Archiven. Manchmal fühle ich mich ein wenig wie eine Sandsteinarchäologin. Ich grabe, ich entdecke, ich stelle mir ein zweites Leben für Gebrauchsgegenstände vor. Sie sind fest in den französischen Traditionen verwurzelt. Ein jeder von uns kennt diese Objekte, sie sind Teil unserer Geschichte.

Bei der Farbwahl für die Manufacture de Digoin-Keramik finde ich meine Inspiration natürlich in der Natur, der Landschaft und dem Licht im Burgund. All das bietet uns eine unglaubliche Farbpalette. Ich mag die Stimmung, die dunkle, satte Farben vermitteln – am liebsten mit einem kontrastreichen Ton kombiniert. Das ergibt einen spannenden Effekt. Ich bin von Natur aus neugierig und wach und immer offen für neue Ideen.

Träume Wirklichkeit werden lassen


Können Sie die Design- oder Produktphilosophie der Manufacture de Digoin für uns in einem Satz zusammenfassen?

„Die Zukunft gehört denjenigen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben.“ Ich habe dieses Zitat von Eleanor Roosevelt fest verinnerlicht. Wir müssen uns immer von unseren Überzeugungen leiten lassen, damit wir unsere Träume verwirklichen können. C´est la vie!


Welches ist Ihr Lieblingsstück und täglich in Gebrauch?

Schwer zu sagen. Ich mag sie alle. (lacht) Die Terrine von Paris mag ich vielleicht ganz besonders. Früher wurde sie für Schweinefleisch-Pasteten verwendet. Heute könnte sie aber auch für Salate oder zum Beispiel zum Überbacken von Gemüse im Ofen verwendet werden.

Manufacture de Digoin Krug

Worauf dürfen wir uns bei den kommenden Kollektionen der Manufacture de Digoin freuen?

Die nächste Kollektion der Manufacture de Digoin steht unter dem Zeichen zweier neuer Farben, die mit mattem Emaille behandelt sind und in verschiedenen Grüntönen glänzen. Zunächst verwenden wir diesen Stil bei Blumentöpfen für Zimmerpflanzen.

Dann gibt es noch unsere Duftkerzenkollektion. Zusammen mit „Bougies la Française“ bieten wir drei neue Düfte an, die vom Süden inspiriert sind: Fenchel, Koriander und Basilikum. Die Kerzengefäße selbst transportieren eine besondere ikonografische Atmosphäre, die von Gemälden des 18. Jahrhunderts mit seinen dunklen Stillleben inspiriert ist. Sie erinnern dunkel an Motive von Blumen und Kräutern auf den Feldern. Ich habe bereits einige Ideen für 2020, wie ich bestehende Manufacture de Digoin Kollektionen neu interpretieren kann.

 

Besondere Traditionen pflegen


Verraten Sie uns auch, welche anderen Manufakturen Sie schätzen?

Ehe ich die Manufacture de Digoin übernahm, schrieb ich meine Abschlussarbeit über französische Manufakturen und wie sie durch Colbert im 17. Jahrhundert entstanden. Dabei habe ich einige, sehr besondere Manufakturen kennengelernt, wie die Kristallfabriken Saint-Louis, Baccarat und Meisenthal oder einen der letzten traditionellen Tapetenhersteller, der noch in Betrieb ist: Zuber, der prächtige Panoramen auf großen Tafeln verwirklicht. Während meiner Recherchen entdeckte ich sogar eine Fliesenfabrik, die bereits 1877 in Paray-le-Monial existierte. Leider jedoch verschwand sie in den 2000er Jahren.
All diese Manufakturen waren und sind wahre Schätze. Sie verfügen über enormes Wissen und pflegen jahrhundertealte Traditionen.

Vielen Dank für das Interview, liebe Corinne, und für Ihre interessanten Einblicke in die Manufacture de Digoin.


Die schönsten Stücke der Manufacture de Digoin

 

 

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