Entdecken Sie mit uns die Neustadt

Juli 04, 2019 4 Minuten geschätzte Lesezeit

Entdecken Sie mit uns die Neustadt

Ein gut gehütetes Geheimnis: Unser Gustavia-Geschäft in der Neustadt

Hamburg. Das ist Alster, Rathaus und Gänsemarkt. Hamburg. Das ist Hafen, Eppendorf und Winterhude, Schanzenviertel und die Elbvororte. An ein weiteres sehr charmantes Viertel denken viele jedoch nicht. Es grenzt direkt an die Innenstadt und ist ein wahrer Schatz, den es zu entdecken lohnt: Die Hamburger Neustadt.

Das passt zu Gustavia, denn wir haben eine Schwäche für Unentdecktes.

Was nicht jeder weiß: Neben dem Online-Shop haben wir hier auch ein Geschäft.

Eingebettet zwischen Holstenwall, Kaiser-Wilhelm- und Wexstraße, hat Gustavia sein Ladenlokal in der Markusstraße, im Herzen der Neustadt. Das allein schon macht den Besuch in dieser besonderen Gegend lohnend. Doch nicht nur bei Gustavia finden Besucher wahre Schätze, sondern auch in der näheren Umgebung.

Wir nehmen Sie mit auf Erkundungstour.

Geschichte und Geheimnisse

Neustadt. Der Name ist irreführend. Denn sie entstand schon im 17. Jahrhundert und ist somit ein Teil von Alt-Hamburg. Hier wurden damals notwendige Einrichtungen untergebracht, wie Ziegeleien und Pulvermühlen. Viele Arbeiter fanden damals ihr Zuhause im berühmten Gängeviertel. Gerade in den 20er und 30er Jahren des 19. Jahrhunderts war es das Arbeiterherz der Neustadt.

Labyrinthähnliche Wege führen durch kleine Gassen und Hinterhöfe. In den Fachwerkhäusern, die heute so reizend anmuten, lebten damals mehrere Großfamilien auf engstem Raum Viele verwinkelte Wege und Hinterhöfe halfen Menschen, sich vor der Polizei zu verstecken, wie Marxisten aber auch NS-Gegnern. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei.

Von dem großen Gängeviertel sind heute leider nur noch wenige kleine Gassen übrig.

Inmitten der alten Fachwerkhäuser findet sich diese Hommage an den Hafen.

Komponistenquartier und ganz viel Brahms

Wenige Meter entfernt vom Gustavia-Geschäft liegt das Komponistenquartier. In der Peterstraße, die von wunderschönen Backsteingebäuden gesäumt ist, befinden sich in historisch nachgebildeten Wohnhäusern sechs Museen, die über Komponisten aus Hamburg wie Mahler und Mendelssohn informieren. Hätten Sie es gewusst? In der Neustadt erblickte Johannes Brahms 1833 das Licht der Welt, einer der bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte.

Reise in die Vergangenheit: Die Peterstraße mit ihren detailgetreu rekonstruierten Fassaden.

Komponistenquartier

Kennen Sie diese Komponisten? Wenn nicht: Ab ins Komponistenquartier! (Wenn ja: trotzdem!)

Nach ihm wurde der Johannes-Brahms-Platz benannt, an dem 1908 die neobarocke Laeizhalle eingeweiht wurde. Mit seinen über 2.500 Plätzen spielt das Konzerthaus auch heute noch eine zentrale Rolle in der Hamburger Musikwelt.

Auf der anderen Seite des Platzes steht das imposante Brahms-Kontor. Es wurde1903 erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Mit seinen 55 Metern Höhe war es einst der höchste sogenannte Profanbau in Hamburg, also das höchste Gebäude für weltliche Zwecke. Heute noch sind im Brahms Kontor vor allem Büros ansässig.

Eine Besichtigung lohnt sich von allen Seiten: Das prächtige Backsteingebäude wird von Fassadenreliefs und Skulpturen geschmückt, der großzügige Eingangsbereich von einem Decken-Mosaik.

Ein großer Bronze-Elefant prangt an der südöstlichen Flanke. Ihn würden wir uns am liebsten in den Laden stellen. Mit seinen drei Metern Höhe und einem Gewicht von 1,7 Tonnen muss Anton, wie er - wahrscheinlich nach einem Bewohner des Tierparks in den Wallanlagen im späten 19. Jahrhundert - getauft wurde, jedoch beim Brahms Kontor bleiben. Foto: Ulrich Schaarschmidt

In Hamburg sollte man die Augen offen halten, wie hier am Brahms Kontor. Der Blick nach oben lohnt sich und offenbart ein kunstvolles Deckenmosaik, das sich über die gesamte Länge des lichtdurchfluteten Arkadenganges zieht. Aufwändig gearbeitete Wappen erzählen von vergangenen Provinzen. Nicht verpassen: Die rot geflieste Eingangshalle und die Art Deco-Wendeltreppe.

Ein bisschen New York in Hamburg: der Cotton Club

Ganz in der Nähe vom Gustavia-Geschäft eröffnete Hamburgs ältester Jazz-Keller, der Cotton Club, 1971 seine Pforten im Alten Steinweg.

Gegründet wurde der Harlem-Ableger zwar schon 1959, allerdings im Grindelhof. Er zog mehrmals um, ehe er sein Domizil in der Neustadt aufschlug.

Valerie wurde schon früh durch die Liebe ihres Vaters zu Jazz geprägt. Mit den Klängen von Duke Ellington und Charlie Parker verbindet sie viele fröhliche Momente ihrer Kindheit und freut sich als Nachbarin: Schon seit 60 Jahren treten im Hamburger Cotton Club Swing- und Jazz-Legenden auf.

Die norddeutsche Antwort auf die italienische Piazza: der Großneumarkt

Nur zwei Gehminuten entfernt liegt der Großneumarkt. Als er mit der Errichtung der Neustadt im 17. Jahrhundert viel größer als alle anderen Hamburger Märkte gebaut wurde, fiel die Namensgebung zum „Großen Neuen Markt“ leicht. Hier findet mittwochs und samstags ein beliebter Wochenmarkt statt. Außerdem fungiert der offen gestaltete Platz mehrmals im Jahr als Veranstaltungsort für einen der schönsten Flohmärkte Hamburgs, übrigens auch am heutigen Sonntag, den 7. Juli 2019, und dann wieder am 18. August 2019.

Immer in Sichtweite:
der Hamburger Michel.

Der "Große Neue Markt":
Einkaufen und Flanieren.

1978 schuf Doris Waschk-Balz
den Großneumarktbrunnen.

Ein Paradies für Entdecker

Für besondere Entdeckungen müssen Neustadt-Besucher aber nicht auf Flohmarkttage warten: Hier wimmelt es von kleinen Geschäften, Antiquitätenläden und Galerien. Massenkonsum sucht man hier vergeblich. Und statt großer Gastro-Ketten finden sich viele individuelle Cafés und Restaurants.

Die Hummelbummelroute

Ausdauernde Großstadterforscher können hier sogar „auf den Strich gehen“. Über eine Strecke von 2,5 Kilometern werden Fußgänger entlang einer roten Linie durch die Neustadt geführt und in rotgerahmten Informationsschildern über ihre Besonderheiten informiert. 

Etwa anderthalb Stunden dauert diese Route mit dem fröhlichen Namen Hummelbummel, benannt nach dem Wasserträger Hans Hummel. Ihn ehrt heute eine Statue im Rademachergang: das Hummel-Denkmal von 1936. Immerhin verdanken die Hamburger ihm die Antwort "Mors, Mors" auf den Ausruf "Hummel, Hummel".

Die Laeizhalle: renommiertes Konzerthaus seit 1908.

Dem Zentrum ganz nah und doch irgendwie ruhiger: die Neustadt.

Altes Handwerk ist in der Neustadt noch lebendig.

Hier fühlt sich Gustavia zu Hause.

Markusstraße 9 in der Hamburger Neustadt

Dieses Viertel passt zu Valerie und ihrem Geschäft. Wer es liebt, Unentdecktes zu entdecken, ist in der Neustadt richtig. Fernab der Massenströme finden Schatzsucher und Individualisten hier das Besondere.

Liebevolles, Originelles, Handgefertigtes - zu entdecken in der Markusstraße. Bei Gustavia im Showroom gibt es besondere Produkte mit einer schönen Geschichte
und charakterstarkem Design.




Alle Gustavia-Manufakturen

Neugierig auf Gustavia? Wenn Sie uns nicht in der Markusstraße besuchen können, finden Sie unsere ausgesuchten Manufakturen auch bei uns im Online-Shop.



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