Fit und gesund durch den Herbst

September 16, 2019 4 Minuten geschätzte Lesezeit

Herbstwald


Nass und kalt? Wir sagen lieber: Fit und fröhlich

Eine Besonderheit unserer Breitengrade ist der Wechsel der Jahreszeiten. Frühling, Sommer, Herbst und Winter – sie alle haben ihren eigenen Zauber.
Das warme Licht der Herbstsonne ist uns ein Trost, wenn wir vom Sommer Abschied nehmen.

Nun freuen wir uns über die Frische, die die kühlere Herbstluft mit sich bringt und Lust auf lange Spaziergänge durch bunte Laubverfärbungen macht. Egal, ob Alsterrunde oder Fahrradtour, zum Beispiel durch das Alte Land, sind eine Wohltat für Kreislauf und Stoffwechsel, aber auch für die Seele.

Und wenn zu es mal nass wird? Dann ziehen uns gemütlich mit einer Tasse heißen Tee zurück. Wohlig warm machen zum Beispiel Ingwer und Kurkuma. Einfach klein schneiden und mit heißem Wasser übergießen. Aber Achtung: die gelbe Kurkumawurzel färbt stark. Darum am besten Gummihandschuhe anziehen.

Noch ein Plus: Wenn die Nächte wieder länger werden, schlafen wir wieder besser. Richtig so, denn Schlaf ist einer der wichtigsten Aspekte eines gesunden Lebens. Er lässt uns länger leben, macht glücklich, klüger und beugt sogar Krebs und Demenz vor. In seinem Bestseller „Das große Buch vom Schlaf“ überrascht Matthew Walker, Direktor des Schlaflabors der UC Berkeley, mit hochinteressanten Erkenntnissen rund um die Wirkung von Schlaf.

Was uns im Herbst stärkt

Das Schönste am Herbst ist für uns aber das bunte Angebot, welches die Erntezeit auf den Markt bringt. Herbstliche Gemüsesorten und Früchte strotzen vor Sommerkraft und Vitalstoffen:

Äpfel, Beeren, Nüsse, Kürbis... Wir lieben sie alle. Und: Sie lieben uns.

Denn das traditionelle Superfood bewirkt viel Gutes für Gesundheit und Immunsystem – vom Genuss ganz abgesehen. Schon vor 3.000 Jahren gab es in Griechenland angeblich die ersten Birnensorten. Ihre Ballaststoffe fördern die Verdauung, ihre Vitamine das Immunsystem und Folsäure die Blutbildung – ach ja, und nicht zu vergessen den Aufbau von Glückshormonen. Die fühlen wir sofort, denn Birnen schmecken einzigartig saftig nach Sommer.

Der Frühling ist zwar schön; doch wenn der Herbst nicht wär', wär' zwar das Auge satt, der Magen aber leer.

(Friedrich von Logau, 1605-1655)


Auch Pflaumen machen glücklich. Wir genießen sie pur, auf Kuchen mit kalter Sahne oder eingekocht als Marmelade oder Kompott zu frischem Joghurt. 

Nicht nur Obst, auch herbstliches Gemüse stimmt uns der kühleren Jahreszeit gegenüber wohlgesonnen, allen voran Pilze und Kürbisse.

Pilze: Lebensretter

Pilze enthalten viel Eiweiß, Vitamine und Mineralien. Nicht nur aus diesem Grund bezeichnet Jan Lelley Pilze als Lebensretter. In seinem Buch „No Fungi, no Future“ präsentiert der Pilzprofessor 40 Jahre Forschungsergebnisse. Pilze sind hervorragend für das Immunsystem, sie punkten aber auch durch Kuriosa. Zwei Beispiele:


1. Das größte Lebewesen der Welt? Ein riesiges Pilzgeflecht in einem Nationalpark in Oregon.

2. Pfifferlinge kann man nicht züchten. Sie leben nicht nur in enger Gemeinschaft mit Bäumen, sondern benötigen auch eine Bodenzusammensetzung, die der Mensch bisher nicht nachahmen konnte.

In Schweden sammeln Valerie und ihre Familie Pfifferlinge, auf Schwedisch Kantarell, auf Waldspaziergängen. Wer fündig werden möchte, hält Ausschau nach Fichten, Tannen, Rotbuchen und Kiefern. Auch wenn es Pfifferlinge manchmal schon Mitte Juni gibt, so sind sie doch im Hochsommer und Herbst am schmackhaftesten.

Kürbis: schmeckt salzig und auch süß

Ein weiterer Herbststar ist der Hokkaido-Kürbis, egal ob als Suppe oder Gratin, gegrillt aus dem Ofen oder als süßlich-herber Pumpkin Pie. Nebenbei verlangsamen Kürbisse den Alterungsprozess und schützen vor grauem Star. Auch wirken sie sich positiv auf Cholesterinspiegel und unsere Schönheit aus – denn Vitamine C und E schützen vor freien Radikalen und sorgen für gute Haut. Seine Kerne verleihen vielen Mahlzeiten einen knackigen Feinschliff. Kürbiskerne fördern Stoffwechsel und Kurzzeitgedächtnis.





Wo waren wir nochmal?

Gedächtnis. Haselnüsse und Walnüsse sind ebenfalls gut fürs Gehirn, Pistazien unterstützen die kognitive Wahrnehmung und Cashewnüsse den Muskelaufbau. Erdnüsse machen glücklich und Mandeln dank viel Eiweiß sogar schlank.

Für Sie entdeckt: Drei Nuss-News für Fakten-Fans



Nüsse sollte man vor allem unverarbeitet essen, denn beim Rösten verlieren sie viele Vitalstoffe. Natur belassene Nüsse transportieren die größte Menge an B-Vitaminen,  Vitamin E, Zink, Kalzium, Eisen, Selen und Magnesium. Sie tun dem Körper einfach richtig gut.


Neue Studien zeigen: Nüsse können nicht nur das Leben verlängern, sondern machen sogar schlank. Zwar haben sie genauso viel Kalorien wie Schokolade, aber das Fett aus Nüssen wird nicht vollständig resorbiert. Der Körper nutzt also nur zwei Drittel der Kalorien aus Nüssen.

Nüsse enthalten Ballaststoffe und wertvolle Vitalstoffe. Ganz klar: Sie gehören zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt. Etwa 20 Gramm Nüsse, zum Beispiel vier Walnüsse, pro Tag machen schon einen Unterschied und sorgen für Wohlbefinden.



Äpfel: Besser geht’s nicht.





Äpfel sind Alleskönner. Sie verbessern die Gedächtnisleistung und beugen Alzheimer vor. Quercetin hemmt Entzündungen und fängt freie Radikale. Pektine reinigen den Verdauungstrakt und senken die Cholesterinwerte. Wer Äpfel isst, erleidet seltener Bronchial- und Lungenerkrankungen.

Flavonoide und Carotinoide haben eine antioxidative Wirkung und können das Krebsrisiko mindern. Auf die Darmbakterien üben Äpfel überdies eine positive Wirkung aus. Wer von den über 30 Vitaminen und Spurenelementen noch mehr profitieren will, kauft am besten ungespritzte Bio-Ware und isst die Schale mit. Sie unterstützt die Verdauung und steckt voller Magnesium und ungesättigter Fette. Kurz: “One Apple a day keeps the doctor away.” Wir essen aber auch gerne zwei Äpfel am Tag, einfach, weil sie so köstlich sind.



Wussten Sie schon?

Bei Äpfeln haben wir gut lachen – nicht nur wegen zahlreicher Vitalstoffes, sondern auch da Fruchtsäure die Zähne reinigt.

Rote Äpfel enthalten mehr Vitamin C als grüne.Unter ihrer roten Schale verbergen sich zudem besonders viele Antioxidantien.

Der Herbst: farbenfroh und abwechslungsreich und alles andere als grau in grau. Wir genießen ihn mit allen Sinnen. Tun wir es Goethe gleich und freuen uns, denn:

„Der Herbst ist immer unsre beste Zeit.“



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Gesund

Viele leckere und gesunde Teesorten warten jetzt darauf, ausprobiert zu werden.

Gesellig

Endlich wieder zu Hause bleiben! Zeit für lustige Spieleabende.

Gemütlich

Draußen wird es kälter und drinnen mit einer warmen Decke richtig gemütlich.



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