Für Sie da: Ihre Bestellungen werden ohne Einschränkungen bearbeitet und versendet. Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit!

Küchenschürze Dackel

Servierwagen mit Tabletts

Zum Tee bei der Königin

Tablett mit Goldrand

Gute Laune Teemischung

Boßeln und Grünkohl

Zünftige Tradition des Nordens

Das gibt’s nur in Norddeutschland: die winterliche Kohlfahrt. Eine Truppe lustiger Freunde macht sich auf den Weg, um bei klirrender Kälte erst dem Volkssport Boßeln zu frönen und anschließend zünftig Grünkohl, in manchen Regionen auch als „Kohl und Pinkel“ bekannt, zu essen.

Nördlich von Hamburg, in Ohlstedt, geht Gustavia-Gründerin Valerie alljährlich mit ihrer Familie erst auf Boßeltour und anschließend zum Grünkohlessen. Seit ihrer Kindheit ist das Familientradition. Doch was ihr so vertraut ist, ist in anderen Ecken Deutschlands gänzlich unbekannt. Wir lüften das Geheimnis um die norddeutsche Leidenschaft Boßeln.

Wir stellen vor: Boßeln und Kohlfahrt

Bei klirrender Kälte wandern wir über Feldwege und Äcker. Damit es uns bei der Eiseskälte schön warm wird, erfand man Boßeln, eine Art Outdoor-Kegeln, einen Teamsport der robusteren Art, der meist mit dem Besuch in einem gemütlichen Gasthaus endet, wo wir Grünkohl mit allem Drum und Dran genießen. Doch schon während der Boßeltour kommt Genuss nicht zu kurz: Ein auserkorener Boßler zieht einen Bollerwagen hinter sich her, der mit Kräuterschnaps oder Klarem gut bestückt wurde. Haben wir es noch nicht erwähnt? Der Spaß ist das Wichtigste beim Boßeln.

Friesischer Volkssport mit zigtausend Anhängern

Boßeln ist in ganz Norddeutschland verbreitet, vor allem aber in Ostfriesland und im Oldenburger Umland. Hier gibt es mehr als 260 Vereine mit über 40.000 Mitgliedern!

„De Boßel“ – das ist das plattdeutsche Wort für Kugel. Beim Boßeln werfen wir eine knapp 12 Zentimeter große Kugel entlang unserer Spazierwege – und zwar so weit wie möglich und das in Teams von je vier Personen. Jeder ist im Wechsel der „Schmieter“ und darf die Boßel werfen. Das Ziel: sie mit möglichst wenig Würfen über eine zirka acht Kilometer lange Strecke zu bewegen.

Boßeln liegt den Norddeutschen in den Genen

Der Ursprung des Boßelns liegt wahrscheinlich schon fast 2000 Jahre zurück.

Zu Beginn des ersten Jahrtausends waren die Friesen überhaupt nicht glücklich über die Ankunft der Römer. Kurzerhand warfen sie sie mit großen Lehmkugeln ab. Diese Wurfgeschosse waren dabei so treffsicher, dass sie große Furcht unter den Römern auslösten, wie der römische Geschichtsschreiber Tacitus (55-166 nach Christus) belegte.

 

Norddeutsche Traditionen

Ein Blick über die Landesgrenzen

Auch unsere Nachbarn kennen das Boßeln schon seit Jahrhunderten. So betreiben die Holländer in ihrer Freizeit das „Klootschieten“. Der niederländische Wilhelm III. von Oranien-Nassau führte es auch in Irland ein: Schon seit 1689 lieben die Iren ihr Road Bowling.

Auch in südlicheren Regionen ist Boßeln bekannt. In der Schweiz, genauer in Huttwil im Kanton Bern, frönt man seit 500 Jahren dem „Krugeln“. Auch „Boccia su Strada“ klingt nun gar nicht friesisch... Dieser italienische Sport ist auch als „Bocciaforte“ bekannt und mit unserem Boßeln verwandt.

Fakt ist: Die Friesen sind ganz verrückt nach der kleinen, harten Kugel und haben Boßeln zum Volkssport erkoren.

Superfood Grünkohl: ganz klassisch – und schön fett.

Wer gute vier Stunden bei klirrender Kälte über Stock und Stein marschiert ist und dabei immer wieder eine schwere Kugel aus Kunststoff möglichst weit und zielsicher über die Deiche wirft, hat anschließend großen Hunger. Kein Wunder, dass Boßeltouren Hand in Hand mit Grünkohlessen stattfinden.

Das hat übrigens nichts mit dem diätischen Superfood „Kale“ zu tun, sondern ist eine herzhafte Angelegenheit.

Der Kohl, wie wir ihn im Winter lieben, wird mit Schmalz, Zwiebeln und viel Speck zubereitet. Dazu gibt es Kasseler, Mettwurst, Bauchfleisch sowie Brat- oder karamellisierte Kartoffeln. In den Regionen rund um Oldenburg und Bremen sowie in Friesland isst der Kenner seinen Grünkohl mit dem sogenannten Pinkel. Hinter dem ominösen Namen steht ganz harmlos eine grobkörnige, geräucherte Grützwurst. Leichte Kost ist das nicht. Der Schnaps danach hat seine Berechtigung, auch wenn Ernährungsprofis wissen, dass er die Verdauung nicht fördert. Doch Schnaps gehört zum Grünkohl einfach dazu.

So wie Boßeln zu Norddeutschland im Winter gehört. Wir empfehlen: Nachahmung.

Grünkohl und PInkel

 

 

Klirrend kalt & herrlich deftig

 

 

Mehr entdekcne

Suche