A very British Christmas

November 30, 2018 3 Minuten geschätzte Lesezeit

A very British Christmas

Weihnachten und seine Traditionen. Wir finden es ganz wunderbar und inspirierend, uns mal die Bräuche in anderen europäischen Ländern anzuschauen. Zwar haben wir in Deutschland ja eine sehr reichhaltige Weihnachtskultur, aber die englischen Traditionen können da schon recht gut mithalten. Und nicht alle wurden vom deutschen Prince Albert auf die Insel gebracht, wie zum Beispiel der Weihnachtsbaum.

Während unserer Streifzüge durch die weihnachtlich geschmückten Straßen Londons fällt uns jedes Jahr ein Tier besonders ins Auge: das Rotkehlchen, auf Englisch Robin genannt. Der kleine Vogel mit der rot gefärbten Brust hat in England eine ganz besondere Bedeutung und viele Legenden ranken sich um das kleine Geschöpf. Und warum taucht er gerade zu Weihnachten auf so vielen Motiven auf? Die Verbindung stammt vermutlich von den viktorianischen Postboten, die rote Jacken trugen und deshalb 'Robins' genannt wurden. Die Weihnachtspost hat bis heute eine ausgeprägte Tradition in England und damit waren die Postboten schon damals von großer Bedeutung. Seitdem ist der „Robin“ eines der beliebtesten Weihnachtsmotive der Engländer. Und gerade im weißen Schnee ist seine rote Brust natürlich besonders fotogen.

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AuChristmas Cracker Santach die typisch englischen Christmas Cracker haben Ihren Ursprung in der Viktorianischen Zeit. Diese Weihnachtstradition gibt es in Deutschland kaum und wir kennen meist nur Knallbonbons für die Silvesterparty. Ein englischer Bonbonmacher hat die ersten Christmas Cracker im 19. Jahrhundert erfunden. Ihm gefielen die hübsch verpackten Bonbons aus Frankreich so gut und er beschloss, diese Verpackung auch für seine Süßigkeiten zu verwenden. Doch seine Erfindung verkaufte sich nur mäßig. Man sagt, dass er eines Abends dem Knacken des Kaminfeuers lauschte und es ihm so gut gefiel, dass er seine Bonbons zum Knallen brachte. Seine Söhne entwickelten das Cracker-Geschäft weiter und dachten sich immer wieder neue Varianten aus. Heute gehört in den Cracker typischerweise neben dem Knall ein kleiner Glücksbringer, Konfetti, ein schlechter Witz und eine Papierkrone. Zum Weihnachtsessen liegt neben jedem Teller ein Christmas Cracker. Mit dem Tischnachbarn wird dieser dann aufgezogen und mit einem Knall fallen die bunten Geschenke heraus. Besonders lustig ist, wenn dann alle am Tisch mit ihrer Papierkrone auf dem Kopf sitzen.

Was für uns der Christstollen ist, ist für die Briten der Christmas Pudding und damit verbunden der „Stir-up Sunday“. Seinen Ursprung hat der Christmas Pudding im mittelalterlichen und römisch-katholischen England und bestand aus 13 Zutaten, die Jesus und die 12 Apostel repräsentieren. Jedes Jahr zum letzten Sonntag vor der Adventszeit kommt die ganze Familie zusammen und bereitet den Christmas Pudding gemeinsam zu. Alle Familienmitglieder rühren den Teig nacheinander von Osten nach Westen um, in Gedenken an die drei Weisen aus dem Morgenland und ihre Reise. Auch heute noch hält sich die Tradition, dass jeder im Haushalt, insbesondere die Kinder, den Pudding nacheinander umrühren und sich dabei etwas wünschen. Traditionellerweise wird in dem Teig eine Silbermünze versteckt. Wer diese dann beim Essen findet, den erwartet im nächsten Jahr Wohlstand, Gesundheit und Glück und außerdem wird sich sein Wunsch erfüllen. Manche Familien verstecken auch einen Goldring in dem Pudding. Wer diesen erhält, wird im nächsten Jahr heiraten. Nach langer Reifezeit wird der Christmas Pudding am 25.Dezember umgestülpt, mit Brandy begossen und flambiert. Diese Zeremonie soll die Passion Christi symbolisieren. Auch heute noch wird der brennende Christmas Pudding in einigen britischen Familien bei Dunkelheit an den Tisch gebracht und mit Applaus begrüßt.

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